Diözesane Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen im caritativen Bereich der Diözese Rottenburg-Stuttgart (DiAG-MAV)


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10 Jahre Diözesane Arbeitsgemeinschaften der Mitarbeitervertretungen

Dokumentation der Jubiläumsveranstaltung am 28.01.1999 in Stuttgart

Diözesancaritasdirektor Wolfgang Tripp

Grußwort

 

Lieber Herr Bischof, liebe Festgäste, sehr geehrte Damen und Herren,

im großen Leitbild des Deutschen Caritasverbandes heißt es im Passus unter der Überschrift: "Der Deutsche Caritasverband lädt ein zu einem partizipativen Führungsstil". Ganz einfach, unmißverständlich und wie ich meine klar. Der Deutsche Caritasverband - und gemeint sind dann auch alle Untergliederungen - fördert die Bildung von Mitarbeitervertretungen und deren Tätigkeit. Wenn wir heute einen Geburtstag feiern, den 10-jährigen Geburtstag der DiAG-MAV unserer Diözese, dann schwingt in diesem Satz der Förderung der Bildung von Mitarbeitervertretungen und deren Tätigkeit sehr viel mehr mit an Leben und Lebendigkeit, an Planung und an Kompetenz, an Auseinandersetzungen und an der gegenseitigen Bereitschaft für konstruktive Lösungen.
Herzlich überbringe ich die Grüße und Glückwünsche des Vorstandes des Diözesancaritasverbandes in unserer Diözese. Glückwünsche für das, was von verschiedensten Seiten an verschiedensten Orten und dann in der Zusammenfassung in der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft und den Diözesanen Arbeitsgemeinschaften gelungen ist.

Das, was Sie Herr Bischof schon angesprochen haben, was das Kennzeichen der Arbeit in unserer Diözese ist, das dürfen wir mit Genugtuung und auch ein bißchen mit Stolz heute in den Mittelpunkt dieses Tages stellen. Es zeichnet sich doch gerade die gemeinsame Arbeit der Mitarbeitervertretungen und der Dienstgeber in unserer Diözese im caritativen und im verfaßt-kirchlichen Bereich dadurch aus, daß wir an wichtigen Schaltstellen der zukünftigen Entwicklung unserer gemeinsamen Arbeit mit führend und federführend auch in der Bundesrepublik Deutschland sind.

Beispielhaft ist, daß die Diözesane Arbeitsgemeinschaft und der Diözesane Caritasverband gerade im Bereich der Schulungen der Mitarbeitervertretungen ein Konzept und ein vielfältiges kompetentes Programm entwickelt hat, das seinesgleichen sucht. Der hier gewährte Freiraum wurde von Seiten der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft in sehr dynamischer Weise und sehr kompetent genutzt. Wir haben ein gut angenommenes umfangreiches Schulungsangebot für alle Mitarbeitervertretungen, bundesweit beispielhaft ist, daß die Diözesane Arbeitsgemeinschaft und der Diözesane Caritasverband auch gemeinsame Schulungen für Dienstgeber und Mitarbeitervertreter mit großem Erfolg angeboten haben und anbieten. Die Förderung der Bildung von Mitarbeitervertretungen und deren Tätigkeit im diözesanen Caritasverband ist nicht nur Aufgabe und Anliegen einer Seite, wie könnte es denn gelingen, sondern Anliegen und auch Arbeitsprogramm beider Seiten der Mitarbeitervertretungen und der Dienstgeberseite.

Deshalb sind wir dankbar, sie als Partnerinnen und Partner mit im selben Boot und auf dem selben Weg zu wissen. Als wichtige Partner des Spitzenverbandes mit all den Herausforderungen, die Sie uns in der Weiterentwicklung durch die Gestaltung des Dritten Weges der Katholischen Kirche heute und in Zukunft stellen. Trotz aller Differenzen, die es immer wieder bei einzelnen Fragen des Interessenausgleichs gibt und geben muß, sehen wir die Entwicklung der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft in diesen vergangenen 10 Jahren uneingeschränkt positiv. Ohne einen kompetenten und selbstbewußten Partner, wie es die Diözesane Arbeitsgemeinschaft unserer Diözese ist, können sich die schwierigen Fragen und Probleme des Dritten Weges, die Mittel und langfristig auf uns zukommen, nicht bewältigen lassen. Ein ganz gutes Zeichen dieses Miteinanders können Sie ja schon dadurch sehen, daß der Vorsitzende der Gesamtmitarbeitervertretung des Diözesancaritasverbandes und ich heute an diesem Festtag zufällig, aber es gibt ja keine Zufälle, die gleiche Krawatte tragen.

Zu den Glückwünschen über vieles was gelungen ist in diesen vergangenen Jahren kommt mein Dank an Sie alle, an die, die in der Vergangenheit diese Arbeit mit geprägt haben und sie in der Gegenwart mit tragen. Das, was wir miteinander auf dem gemeinsamen Weg haben, ist eben immer wieder auch einzelnen Persönlichkeiten, Frauen und Männern, zu verdanken. Helfen hat einen Namen, so hat es sich der Caritasverband über seine Arbeit geschrieben. Namen sei auch an dieser Stelle und an diesem festlichen Tag genannt.

Ihnen Herr Schiering von seiten des Diözesancaritasverbandes ein herzliches Dankeschön für vieles Miteinander, für viele konstruktive Beiträge, auch für manches, was Sie uns zum Nachdenken zum Kauen und auch zum Verdauen immer wieder zukommen lassen.

Frau Stauß, daß wir in Ihnen eine kompetente Partnerin auf der Arbeitsebene haben und dazu eine engagierte und liebenswerte und entgegenkommende Frau als unsere Partnerin haben, das ist nicht selbstverständlich, daß Sie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für die Vertretungen da sind, aber auch kompetente Partnerin in der Gesamtaufgabe des Caritasverbandes. Dem gebührt Anerkennung, Lob und Dank an diesem Tag.

Ich sage unseren Dank auch in Richtung auf das Bischöfliche Ordinariat Herrn Bischof, Herrn Generalvikar, Ihnen Herr Dr. Teufel und Herr Drexl. Wir sind, denke ich, auf einem guten Weg, das Konkret werden zu lassen, was der Dritte Weg uns vorgibt. Ich denke, wir sind auch jetzt im vergangenem Jahr und auch in dieses Jahr hinein einen guten gemeinsamen Weg gegangen, wenn es um die Weiterentwicklung der Arbeitsvertragsrichtlinien geht. Es zeichnet sich ab, daß dieses Miteinander so konstruktiv sein kann, daß es auch zu neuen Lösungen führt. Ich hoffe und wünsche, daß uns dieser Geburtstag hier auch ermutigt, diesen eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.

Liebe Damen und Herren, Glückwünsche an einem Geburtstag blicken ja nicht in erster Linie zurück, sondern sie blicken voraus in eine hoffnungsvolle und hoffentlich auch gute Zukunft. Im schon zitierten Leitbild des Deutschen Caritasverbandes heißt es: Die Dienstgemeinschaft, die der Caritasverband ist, muß sich auszeichnen durch Respekt vor der Persönlichkeit des Einzelnen, durch Partnerschaftliche Zusammenarbeit und durch konstruktives Austragen von Konflikten. Ich wünsche uns durch die heutige Geburtstagsfeier Ermutigung bei der Realisierung dieses Leitbildes. Ich danke Ihnen.