Presseberichte
Presseerklärung der Vorsitzenden
Am 17. bzw. am 24. Januar 1989 fanden die Gründungsversammlungen
der beiden Diözesanen Arbeitsgemeinschaften der Mitarbeitervertretungen
(DiAG-MAV) in der Diözese Rottenburg-Stuttgart statt.
Damit wurden die "Dachverbände" der Mitarbeitervertretungen aus
den insgesamt ca. 500 kirchlichen Einrichtungen und Dienststellen -
Krankenhäusern, Kurkliniken, Einrichtungen der Alten-, Behinderten-,
Jugendhilfe, Beratungsstellen, Berufsförderungswerken, Schulen,
Bildungswerken, (Gesamt)Kirchengemeinden, Verwaltungen etc. - mit ca.
42.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ins Leben gerufen und die bestehenden
kirchlichen Ordnungen für die Vertretung und Mitwirkung der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter mit ihren Mitsprache- und Mitbestimmungsmöglichkeiten
in einem ganz wesentlichen Schritt vollzogen.
Die beiden DiAG-MAVen übernehmen innerhalb der kirchlichen Betriebsverfassung
jeweils für die Bereiche Caritas und Diözese übergeordnete
Funktionen.
Die Aufgaben sind Information, Beratung, Unterstützung der Mitarbeitervertretungen,
die Sorge um die Schulungen, Anregungen zur Entwicklung des Dienstvertragsrechts
an die zuständigen Kommissionen sowie Mitsprache bzw. Mitbestimmung
bei den die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen allgemein betreffenden
Fragen.
Mit dem Festakt zum 10-jährigen Bestehen der DiAG-MAVen wollen
wir auf die Entwicklung verweisen und die Bedeutung der kirchlichen
Betriebsverfassung hervorheben.
Bischof Dr. Walter Kasper wird ein Grußwort sprechen, ebenso
Diözesancaritasdirektor Wolfgang Tripp und der Vorsitzende der
Bundesarbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen Günter Däggelmann.
Das Hauptreferat zu Rolle, Aufgabe und Stellenwert der Mitarbeitervertretungen
und der Diözesanen Arbeitsgemeinschaften hält Frau Prof. Dr.
Renate Oxenknecht (Katholische Universität Eichstätt).
In jüngster Zeit sind die Kirchen durch Rückgänge bei
den Einnahmen erstmals nach einer langen Phase der Expansion in die
Lage geraten, die Zahl der Arbeitsplätze vermindern zu müssen.
In dieser angespannten Situation sind alle gefordert, mit Verantwortungsbewußtsein,
Phantasie und Flexibilität soziale Härten abzuwenden.
Die Kostensteigerungen im Personal- und Sachkostenbereich können
nur aus den vorhandenen Mitteln bestritten werden, es muß immens
gespart werden. Da die Personalkosten in der Regel mit 75% oder mehr
zu Buche schlagen, wird der Rotstift auch und gerade hier angesetzt.
Die Einrichtungen müssen die Forderungen zur Kostenminimierung
durch Erhöhung der Effizienz, Flexibilität und Qualität,
durch Einsparungen und Abbau ausgleichen.
Verschärfter Leistungsdruck, Arbeitszeitverdichtung, zunehmende
Entsolidarisierung und Existenzangst beeinträchtigen das Klima
in den Einrichtungen.
Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist die konstruktive Zusammenarbeit
von Mitarbeitervertretungen und Dienstgebern eine unerläßliche
Voraussetzung für die Bewältigung der schwierigen aktuellen
Probleme. Notwendig ist dazu eine starke und kompetente Interessenvertretung
der Arbeitnehmer, um die sozialen Rechte der Betroffenen zu sichern.
Mitarbeitervertretungen können vielfach kreativ zur Überwindung
von Schwierigkeiten beitragen, beispielsweise durch Entwicklung von
alternativen Arbeitszeitmodellen, gemeinsam getragener Personalentwicklung
und sozialverträglichen Maßnahmen.
Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben ist ein hohes Maß an Fachkenntnissen,
beruflicher Erfahrung, soziale Kompetenz, Zivilcourage, Identifikation
und Solidarität Voraussetzung; notwendig für eine qualifizierte
Mitverantwortung ist aber auch eine entsprechende Ausgestaltung der
Beteiligungsrechte.
Daher kommt der konsequenten Umsetzung der kirchlichen Betriebsverfassung
eine besondere Bedeutung zu.
Für die Diözesanen Arbeitsgemeinschaften
Bischof Kasper: Zum kirchlichen
Dienst gehört Mitverantwortung
Gemeinsamer Auftrag von Dienstgebern und Mitarbeitern/ 10 Jahre Diözesane
Arbeitsgemeinschaften der Mitarbeitervertretungen
Stuttgart (drs). Bischof Walter Kasper hat den Mitarbeitervertretungen
in der Diözese Rottenburg-Stuttgart seine Unterstützung versichert
in dem Anliegen, die Zusammenarbeit aller kirchlicher Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter gerecht, transparent und menschlich zu gestalten.
Bei der Feier des 10jährigen Jubiläums der Diözesanen
Arbeitsgemeinschaften der Mitarbeitervertretungen einschließlich
des caritativen Bereichs sagte der Bischof am Donnerstag in Stuttgart,
Formen der Mitverantwortung und Mitentscheidung gehörten notwendig
und selbstverständlich zum Wesen des kirchlichen Dienstes. Sie
seien keine unliebsame Einmischung, keine Wichtigtuerei und keine Störung
des reibungslosen Betriebs. Die im Sozialwort der Kirchen geltend gemachten
und eingebrachten moralischen Maßstäbe und Gestaltungsimpulse
für Arbeitgeber hätten schon um der eigenen gesellschaftlichen
Glaubwürdigkeit willen auch und gerade Gültigkeit für
die Kirchen selbst.
Der Bischof äußerte sich froh darüber, daß die
von Dienstgebern und Mitarbeitern geforderte vertrauensvolle Zusammenarbeit
"im allgemeinen auch gelingt". Vom kleinsten Pfarrkindergarten bis zu
einer Verwaltung wie dem Bischöflichen Ordinariat, von der gemeindlichen
Sozialstation bis zu einem Großverband wie der Caritas müsse
es Mitarbeitervertretungen geben. Von jeder anderen Institution oder
Unternehmung unterscheide sich der kirchliche Dienst dadurch, daß
er an die Sendung der Kirche anknüpfe und jeder an seinem Platz
"am Werk Gottes mitarbeitet". Die Gemeinschaft aller "im Dienst und
Auftrag Jesu Christi" sei der entscheidende Maßstab, an dem sich
das Handeln und die Strukturen der Kirche und ihrer Einrichtungen und
Organe messen lassen müßten.
Dies schließe organisatorische Sachzwänge, rechtliche Regelungen,
Machtstrukturen und damit zusammenhängende Konflikte nicht aus.
Sie gehörten, so der Bischof, zur "weltlichen Seite der Kirche,
die keine Kirche der Engel, sondern der Menschen ist". Eine Herausforderung
und Bewährungsprobe der Kooperation von kirchlichen Dienstgebern
und Mitarbeitern sieht der Bischof in den bereits im Gange befindlichen
Einsparprozessen im kirchlichen Bereich, wodurch die Diözese auch
zu einer Reform ihrer Organisationsstrukturen gezwungen werde.
Der Bischof dankte allen, die sich im Bereich der Mitarbeitervertretungen
engagieren. In den letzten zehn Jahren seien die Satzungen und Ordnungen
derMitarbeitervertretungen kontinuierlich weiterentwickelt und den veränderten
Gegebenheiten angepaßt worden. Dies werde auch künftig notwendig
sein.
In der Diözese Rottenburg-Stuttgart gibt es derzeit rund 240 Mitarbeitervertretungen
für den diözesanen und 150 für den caritativen Bereich,
die insgesamt die Interessen von 42.000 kirchlichen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern in 500 Einrichtungen und Dienststellen wahrnehmen.
Die "Dachverbände" dafür, die Diözesanen Arbeitsgemeinschaften
der Mitarbeitervertretungen, hatten am 17. bzw. 24. Januar 1989 ihre
Gründungsversammlung. Die beiden Arbeitsgemeinschaften übernehmen
innerhalb der kirchlichen Betriebsverfassung jeweils für die Bereiche
Diözese und Caritas übergeordnete Funktionen. Die Aufgaben
sind Information, Beratung, Unterstützung der Mitarbeitervertretungen,
das Angebot von Schulungen, Anregungen zur Entwicklungen des Dienstvertragsrechtes
sowie Mitsprache bzw. Mitbestimmung bei den die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
betreffenden Fragen. Die erste Rahmenordnung für eine Mitarbeitervertretung
geht auf das Jahr 1971 zurück. (drs/kwh)
Zehn Jahre Mitarbeitervertretungen
in der Diözese
Stuttgart, 29.1.99 (KNA) Die 390 Mitarbeitervertretungen in Caritas
und Diözese Rottenburg-Stuttgart haben zehnjähriges Bestehen
gefeiert. Bischof Walter Kasper bekannte sich am Donnerstag in Stuttgart
vor den gewählten Vertrauensleuten der 42.000 Mitarbeiter in 500
kirchlichen Einrichtungen zu dieser Form der Mitverantwortung und versicherte
ihnen seine Unterstützung. Schon um glaubwürdig zu sein bei
den von ihr vertretenen moralischen Maßstäben und Empfehlungen
für die Arbeitswelt stehe die Kirche zur Mitentscheidung der Mitarbeiter.
Diese gehöre zum Wesen des kirchlichen Dienstes und sei keine unliebsame
Einmischung oder Störung des reibungslosen Betriebs. Der kirchliche
Dienst unterscheide sich von anderen Unternehmungen dadurch, daß
jeder an der Sendung der Kirche und am Werk Gottes mitarbeite.
Im allgemeinen ist die Zusammenarbeit in der Kirche zwischen Dienstgebern
und Mitarbeitern von gegenseitigem Vertrauen gekennzeichnet, stellte
Kasper fest. Vom Kindergarten bis: zum Bischöflichen Ordinariat
und von der Sozialstation bis zum Großverband wie der Caritas
müsse es Mitarbeitervertretungen geben. Maßstab sei die Gemeinschaft
aller im Dienst und Auftrag Jesu Christi. Da es sich jedoch nicht um
die Kirche der Engel, sondern der Menschen handle, seien Machtstrukturen
und Konflikte nicht auszuschließen. Sie gehörten zur weltlichen
Seite der Kirche und blieben Herausforderung und Bewährungsprobe
der Zusammenarbeit, etwa wenn auch die Kirche zum Sparen gezwungen sei.
Die Mitarbeitervertretungen in Diözese und Caritas haben sich
im Januar 1989 zu Diözesanen Arbeitsgemeinschaften der Mitarbeitervertretungen
zusammengeschlossen. Die beiden Dachverbände haben innerhalb der
kirchlichen Betriebsverfassung in ihren Bereichen übergeordnete
Funktionen.
BWT-99/1/185 -Funk voraus 28.1.99-
Mitverantwortung gestalten im kirchlichen
Dienst
Zehn Jahre Diözesane Arbeitsgemeinschaften der Mitarbeitervertretungen
/ Bischof versichert seine Unterstützung
Rottenburg/Stuttgart (drs). Bischof Walter Kasper hat den Mitarbeitervertretungen
in der Diözese Rottenburg-Stuttgart seine Unterstützung versichert
in dem Anliegen, die Zusammenarbeit aller kirchlichen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter gerecht, transparent und menschlich zu gestalten.
Bei der Feier des zehnjährigen Bestehens der Arbeitsgemeinschaften
der Mitarbeitervertretungen sagte der Bischof, Formen der Mitverantwortung
und Mitentscheidung gehörten selbstverständlich zum Wesen
des kirchlichen Dienstes. Sie seien keine unliebsame Einmischung, keine
Wichtigtuerei und keine Störung des reibungslosen Betriebs, Die
im Sozialwort der Kirchen geltend gemachten und eingebrachten moralischen
Maßstäbe und Gestaltungsimpulse für Arbeitgeber hätten
schon um der eigenen Glaubwürdigkeit willen Gültigkeit für
die Kirchen selbst.
Der Bischof äußerte sich froh darüber, daß die
von Dienstgebern und Mitarbeitern geforderte vertrauensvoile Zusammenarbeit
im allgemeinen auch gelingt. Vom Pfarrklndergarten bis zu einer Verwaltung
wie dem Bischöflichen Ordinariat, von der Sozialstation bis zu
einem Großverband wie der Caritas müsse es Mitarbeitervertretungen
geben. Von jeder anderen Institution oder Unternehmung unterscheide
sich der kirchliche Dienst dadurch, daß er an die Sendung der
Kirche anknüpfe. Die Gemeinschaft aller im Dienst und Auftrag Jesu
Christi sei der entscheidende Maßstab.
Dies schließe organisatorische Sachzwänge, rechtliche Regelungen,
Machtstrukturen und damit zusammenhängende Konflikte nicht aus.
Sie gehörten, so der Bischof, zur weltlichen Seite der Kirche,
die keine Kirche der Engel, sondern der Menschen ist. Eine Herausforderung
und Bewährungsprobe sieht der Bischof in den bereits im Gange befindlichen
Einsparprozessen im kirchlichen Bereich. Der Bischof dankte allen, die
sich im Bereich der Mitarbeitervertretungen engagieren.
In der Diözese Rottenburg-Stuttgart gibt es derzeit rund 240 Mitarbeitervertretungen
für den diözesanen und 150 für den caritativen Bereich,
die insgesamt die Interessen von 42 000 kirchlichen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern in 500 Einrichtungen und Dienststellen wahrnehmen.
Die Dachverbände dafür, die Diözesanen Arbeitsgemeinschaften
der Mitarbeitervertretungen, hatten im Januar 1989 ihre Gründungsversammlung.
Schwarzwälder Bote 02-02-99
DiAG - Jubiläum Rottenburg
Stuttgart
Die beiden DiAGen des Bistums Rottenburg-Stuttgart luden zur 10. Geburtstagsfeier
- und viele, viele kamen. Unter den mehr als 300 Gästen Bischof
Walter Kasper, Generalvikar Redies, Diözesancaritasdirektor Tripp,
Dienstgeber aus allen Sparten und natürlich MAVler/innen, Gäste
von den MAVen der evangelischen Kirche, der ÖTV - der BAG-Vorstand
war auch da ! Es war eine Veranstaltung der ganz besonderen Art. Ein
offizieller Teil am Morgen - der Bischof, sichtlich stolz, daß
die DiAGen so gut arbeiten und mit der Perspektive, diese Arbeit auch
weiter zu unterstützen, ein Diözesancaritasdirektor, der ungeschminkt
zugab, daß die DiAG eine manchmal unangenehm harte Nuss sei, aber
auch mit Lob für die professionelle Arbeitsweise nicht geizte.
Der BAG-Vorsitzende Günter Däggelmann nahm in einer Satire
die Eigenart(igkeiten) des Verhältnisses Bistums-Leitung - DiAG
und des kirchlichen Dienstes haarscharf aufs Korn, Frau Prof. Dr. Renate
Oxenknecht als Festrednerin zeichnete Entwicklungslinien des MAV-Wesens
nach, arbeitete Schwachstellen der kircheneigenen Struktur heraus und
zeigte Perspektiven auf, wie das Mitarbeitervertretungswesen im Vergleich
zu den Betriebsverfassungsstrukturen an Glaubwürdigkeit gewinnen
könnte. (Die Beiträge sind unter http://www.diag-mav.org im
Volltext zu genießen). Umrahmt wurde das Ganze von einem professionellen
Saxophon-Quartett, die Geschäftsführerin der DiAG B Frau Anne
Stauß führte charmant und ebenso professionell durch das
Programm.
In der Mittagspause gab es Gelegenheit, sich die Präsentationen
der beiden DiAGen in Ruhe zu betrachten; Kernpunkt des verfaßten
Bereichs, PEP 2001 (ein Personalentwicklungsprozess der DiAG in Zusammenwirken
mit der Bistumsleitung); Kernpunkt des caritativen Bereichs eine Internetpräsentation
der DiAG-Arbeit auf Großleinwand - der Chef W. Schiering war selbst
am Werk. Dann ging es ab in Gesprächskreise, der PEP-Prozess mit
Sketch-Einführung und Podiums-Gespräch sowie die Frage der
Zukunft der AVR unter Leitung von Th. Schwendele (AK) bewegte die Gemüter.
Zum Schluß eine Stunde Kabarett mit den ,,Maulflaschen" - 5 Studenten
der Religionspädagogik boten Kirchenkabarett vom Feinsten.
Fazit: Ein dickes Lob den Vorsitzenden Stefan Karus und Wolfram Schiering
mit ihren Vorständen - es war eine tolle Veranstaltung !!
10 Jahre DiAG-MAV - und jetzt
auch noch im Internet
Herzliche Glückwünsche der ÖTV haben wir der noch jungen
DiAG-MAV zum 10-jährigen Bestehen überbracht und uns für
die gute Zusammenarbeit bedankt.
Die Mitarbeitervertretung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart
hat jetzt einen neuen Service eingerichtet.
Unter http://www.diag-mav.org ist sie im Internet vertreten. Die DiAG-MAV
stellt auf ihren seiten wichtige Grundlagen zum Arbeitsrecht in der
Diözese zur Verfügung.
Ebenso können dort per e-mail Informationen eingeholt werden. Ein
breites Seminarangebot ergänzt den Service.
ÖTV Ge*Ki*S*S Nr.10/März 1999